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Weinhandel setzt auf die Blockchain Technologie

In der Blockchainwelt mangelt es nicht an Anwendungsgebieten. Jetzt erobert die Blockchain Technologie den Weinhandel.

Im Züricher Steinhausenen hat die Firma Fine Wine Capital AG in Zusammenarbeit mit der Sygnum Bank eine erste Auswahl an Premium-Weinen tokenisiert. Damit können ab sofort Anleger in hochwertige Weine investieren. Es handelt sich um die ersten sogenannten Blockchain Token unter dem neuen Schweizer DLT-Gesetz, das im Februar in Kraft getreten ist.

Die Zürcher Sygnum Bank hat eine Lösung entwickelt, um Weinflaschen zu tokensieren und sie anschliessend über eine Blockchain-Infrastruktur zu handeln. Investoren können dadurch etwa in sehr hochwertige und seltene Weine investieren und haben dabei völlige Transparenz.

Am 1. Februar 2021 ist das neue Gesetz zur Distributed Ledger Technologie (DLT) in der Schweiz in Kraft getreten. Die Sygnum Bank hat gemeinsam mit der Fine Wine Capital aus Steinhausen die ersten sogenannten Wein Token für den Weinhandel auf der Blockchain herausgegeben. Diese stehen den Kunden und Weinfans von Sygnum jetzt als Anlagemöglichkeit zur Verfügung.

Alexandre Challand, Mitgründer von Fine Wine dürfte sich über das neue Blockchain Gesetz freuen. Dieses schaffe die Voraussetzung für die nächste Generation von Wertrechten auf der Blockchain. Es entstehe eine gute gesetzliche Grundlage, um das Potenzial der Weintokenisierung zu nutzen. Die Gesetzesänderung gewährleiste, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten nun aus rechtlicher Sicht eine realisierbare Alternative zur klassischen Verbriefung darstellt.

Die zwei zentralen Aspekte der Blockchain Technologie, die für den Handel attraktiv erscheinen, sind zu einem die Nutzung als Währung (Cryptocurrency) und die Fähigkeit eine zentrale und transparente Wahrheit in zu ermöglichen.

Gerade dieser Blockchain-Anwendungsfall macht die Technologie für den Handel interessant. Denn diese Fähigkeit der Technologie ermöglicht die Herkunft von Waren transparent und nachprüfbar zu machen.

Der Wunsch nach einer solchen Transparenz kann je nach Branche aus unterschiedlichen Überlegungen kommen.

Interessant erscheint die Anwendung der Technologie gerade für das Produkt Wein auch in Asien. Denn für die meisten Anwendungsfälle zieht das Argument der Nachverfolgbarkeit und der Authentizität nicht. Bei Alkohol besonders Wein und Champagner sieht das Bild aber anders aus. So ist das Problem von gefälschten Weinen (gerade aus Europa) omnipräsent. So schätzt das Interprofessional Council of Bordeux Wein, dass über 100.000 Flaschen gefälschten importierten Weins pro Tag in Asien verkauft werden. Diese Fälschungen, gerade der hochpreisigen Weine, sind in Asien ein wirkliches Problem für die Käufer. So ergibt diese Kombination aus Wein auf der Blockchain einen Sinnvollen Mehrwert.

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